Rückenschonende Sportarten

Rückenschonende Sportarten – Von Yoga bis Schwimmen – darüber freut sich Ihr Rücken

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Sport und Bewegung sind gesund und Sie sollten sie regelmäßig in Ihren Alltag integrieren. Allerdings sollten Sie dabei einige Dinge beachten. Haben Sie etwa Rückenprobleme eignen sich manche Sportarten besser als andere. Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Sportarten rückenschonend sind und bei welchen Sie besonders aufpassen sollten.

Bewegung ist wichtig

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Leiden Sie an Rückenproblemen, wird auch der Sport auf einmal zum Problem. Sportliche Dauerbelastung oder falsche Ausführung können Beschwerden mit dem Rücken und der Wirbelsäule verschlimmern. Doch Bewegung ist nicht gänzlich schlecht, sollten Sie unter Rückenschmerzen leiden. Manche Sportarten eignen sich in diesem Fall besser, andere jedoch weniger. Generell ist Bewegung gut für den Körper und die Rückenmuskulatur zu stärken ist sogar von Vorteil.

Rückenschonende Sportarten

Schwimmen

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Durch den Wasserauftrieb kommt es beim Schwimmen zur Entlastung der Gelenke und auch des Rückens. Durch den Wasserwiderstand wird beim Schwimmen trotzdem der ganze Körper – und somit auch die Rückenmuskeln – trainiert. Gleichzeitig ist es ein ideales Herz-Kreislauf-Training und fördert die Ausdauer. Hier ist allerdings die richtige Technik gefragt.
Beim Brustschwimmen kann es bei schnell zu einer Überstreckung des Nackens kommen, wenn Sie nicht aufpassen. Idealerweise kombinieren Sie das Schwimmen mit einer Sportart, die den Krafteinsatz gegen die Schwerkraft trainiert und die Knochenfestigkeit fördert – wie etwa Step-Aerobic.

Wassergymnastik

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Wie auch beim Schwimmen hat hier der Wasserauftrieb eine positive Wirkung auf Ihren Rücken. Bei der Wassergymnastik werden allerdings Körperpartien gezielt trainiert und sie stellt nicht von vornherein ein Ganzkörpertraining dar. Ob Unterwasser-Nordic-Walking, Training mit Schwimmnudel oder Theraband – Ihre Muskeln und Ihr Rücken werden von diesem sanften Sport begeistert sein.

Yoga, Pilates

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Yoga, Pilates und Gymnastik sind Sportarten, deren Ausführung auch geeignet sind, wenn Sie an Rückenschmerzen leiden. Bei den Übungen wird die Muskulatur nicht nur gestärkt, sie wird auch gedehnt. Es gibt auch spezielle Rückenyoga Kurse. Deren Ziel ist es den Rücken zu kräftigen und seine Flexibilität zu steigern.

Laufen, Joggen

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Hier ist die richtige Lauftechnik entscheidend. Bei falscher Technik oder bei Übergewicht werden neben dem Rücken auch die Knie und die Hüftgelenke belastet. Bei einem runden Laufstil herrschen allerdings gute Wechseldruckbedingungen für die Bandscheiben vor. Zusätzlich zum Laufen empfehlen wir Ihnen Kräftigungstraining für die gesamte Oberkörpermuskulatur. Auf ausgiebiges Dehnen nach dem Lauf sollten Sie generell nicht verzichten.

Nordic Walking

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Bei dieser Sportart sind Rücken und Gelenke geringeren Belastungen ausgesetzt, als beim Laufen. Somit ist diese Sportart auch für Personen mit höherem Körpergewicht gut geeignet. Durch den Stockeinsatz wird zusätzlich die Schulter- und Nackenmuskulatur angeregt. Wie auch beim Laufen, empfehlen wir hier zusätzlich Kräftigungs- und Dehnungsübungen.

Radfahren

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Es zählt ebenfalls zu den rückenschonenden Sportarten, doch auch hier ist die richtige Ausführung von Wichtigkeit. Halten Sie den Rücken immer gerade und vermeiden Sie es, die Schultern in Richtung des Lenkers abzusenken. Dadurch entsteht eine krumme Haltung und Rückenschmerzen entstehen. Sie sollten schon beim Kauf eines Fahrrades darauf achten, wie Sie auf dem Sattel sitzen. So steht dem Fahrspaß nichts mehr im Weg.

Langlaufen

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Dieser Sport ist ideal zur Kräftigung des gesamten Körpers. Sowohl der Rücken als auch die Gelenke werden nicht überlastet, sondern sanft trainiert. Langlaufen fördert die Ausdauer und ist für alle Zielgruppen als Allroundsport geeignet.

Indoor Klettern

Beim Klettern kommt es zu einer effektiven Kräftigung der Muskulatur. Die Rumpfmuskulatur und somit der Bereich der Wirbelsäule werden besonders gekräftigt. Außerdem wird die Wirbelsäule beim Klettern keiner starken Druckbelastung ausgesetzt. Zusätzlich wird beim Klettern die Körperwahrnehmung gestärkt und auch der Geist wird bei diesem Sport beansprucht. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen hilft bei einer realistischen Selbsteinschätzung und verbessert die Selbstsicherheit.

Bei Rückenproblemen sollten Sie diese Sportarten meiden

Golf

Der Abschlag beim Golfen birgt große Belastungen für die Bandscheiben. Hier kommt es zu einer einseitigen Belastung, die durch die Verwringung der Wirbelsäule und die schnelle Drehbewegung zustande kommt. Durch eine Kräftigung des Rumpfs und des Schultergürtels kann der Körper aber symmetrisch gekräftigt und stabilisiert werden. So nimmt die Belastung für den Rücken ab.

Ski fahren, Snowboarding

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Vereiste Hänge und Buckelpisten üben hohe Stoß- und Druckbelastungen auf den Rücken und die Wirbelsäule aus. Ein angepasster und sicherer Fahrstil kann mögliche Rückenschmerzen verhindern. Sie sollten allerdings rechtzeitig vor dem Alpinsport mit einem Ganzkörpertraining beginnen, um den Rücken und auch die restliche Muskulatur zu stärken.

Ballspiele (Fußball, Handball, etc.)

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Durch die schnellen Bewegungen, die bei Ballsportarten immer wieder vorkommen, herrscht eine große Belastung für die Bandscheiben vor. Abrupte Stopps, Sprünge und unerwartete Kontakte beziehungsweise Zusammenstöße mit den Spielgegnern belasten den Rücken stark. Bei Ballspielen aller Art ist eine gute Fitness und ein ganzheitlich trainierter Körper von höchster Wichtigkeit. Regelmäßiges Krafttraining und Dehnungsübungen sollten nicht vernachlässigt werden.

Tennis, Squash

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Bei beiden Sportarten kommt es zu schnellen und ruckartigen Bewegungen. Diese stellen eine hohe Belastung für die Gelenke und den Rücken dar. Hier kann neben entlastendem Ausgleichtraining auch eine allgemeine Kräftigung helfen. Eine Stabilisierung von Oberkörper und Rücken kann hier die abrupten und einseitigen Bewegungen abfedern.
Auch wenn manche Sportarten bei Rückenproblemen nicht zu empfehlen sind, heißt das nicht, dass Sie auf Ihren Lieblingssport verzichten müssen. Wir empfehlen allerdings zum Ausgleich eine der rückenschonenden Sportarten zu betreiben. Sollten Ihre Rückenschmerzen auf Dauer nicht besser werden, empfehlen wir Ihnen einen Facharzt aufzusuchen, um gröbere Schäden zu verhindern.
Bitte beachten Sie, dass keiner der hier erteilten Ratschläge die Beratung oder Untersuchung von einem Arzt ersetzen kann.

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